Bruximus, Zähneknirschen

Als Bruxismus bezeichnet man das vorwiegend nächtliche, unbemerkte Knirschen und Pressen der Zähne aufeinander. Dies führt zu einer verstärkten Abnutzung der Zahnoberflächen, die Kaumuskulatur verdickt sich als Folge der vorwiegend isometrischen Muskelanspannung wie beim Bodybuilding, die Muskulatur wird druckschmerzhaft und es entsteht ein Teufelskreis , da die immer stärker trainierte Muskulatur auch immer stärkeren Abrieb der Zähne zur Folge hat, Bruxismus führt sehr häufig zu Kopfschmerzen, die schon morgens einsetzen. Bruxismus wird heute auch als Stressbewältigungsstörung bezeichnet.

Chronische Kopfschmerzen oder Gesichtsschmerzen sind sehr häufig ein Fall für spezialisierte Zahnmediziner. Falsche Bissverhältnisse, zu hohe Füllungen oder nicht passende Kronen oder Brücken können weitreichende Folgen von Kopfschmerzen und Bluthochdruck bis zu Herzrhythmusstörungen haben.

Richtig behandeln lassen sich Funktionsstörungen nur in einem Team von Spezialisten wie Schmerztherapeuten, Osteopathen, Chiropraktikern, Physiotherapeuten, Psychologen, Orthopäden und eben spezialisierten Zahnärzten.

Eine genaue klinische Funktionsanalyse und gegebenenfalls weitere instrumentelle Funktionsanalysen sind für die Diagnose und Behandlung beim Zahnarzt notwendig.

Die Therapie erfolgt meist mittels einer Kombination aus Osteopathie, Akupunktur, Physiotherapie und zahnärztlichen individuell vermessenen weichen und harten Aufbissschienen, mit denen die Haltung des Kopfes, der Kiefer und der Kiefergelenke in verschiedene Dimensionen beeinflusst werden kann.

Funktionsanalytische und funktionstherapeutische Maßnahmen sind nicht im Katalog der gesetzlichen Krankenkassen und müssen deshalb privat bezahlt werden.

Funktionstherapie